Was bedeutet Selbstvertretung?
Selbstvertretung heißt:
Ein Mensch spricht für sich selbst.
Nicht:
Sondern:
Ich sage selbst, wie es mir geht, was ich brauche und was mir schadet. Ich bin der Kompass
Warum braucht es Selbstvertretung?
Viele Menschen, besonders Menschen mit psychischen oder seelischen Belastungen, werden oft beschrieben, bewertet oder versorgt, aber selten wirklich gehört.
Andere sprechen über sie:
Selbstvertretung sagt:
Ich bin kein Fall.
Ich bin ein Mensch.
Und ich spreche selbst.
Meine Wahrnehmung ist richtig
Selbstvertretung ist nicht:
Selbstvertretung ist:
Selbstvertretung ist kein Angriff.
Sie ist eine Rückmeldung aus dem Leben.
Ein einfaches Beispiel
Ein System sagt:
„Dieses Angebot ist gut für dich.“
Selbstvertretung sagt:
„Für manche vielleicht. Für mich nicht. Und ich erkläre möglichst auch warum.“
Das ist kein Widerstand.
Das ist Verantwortung für sich selbst.
Warum Selbstvertretung manchmal unbequem ist
Weil sie:
Selbstvertretung stört nicht.
Sie zeigt, wo etwas nicht passt.
Warum Selbstvertretung wichtig ist – für alle
Eine Gesellschaft wird besser, wenn Menschen:
Dann braucht es:
Selbstvertretung ist kein Sonderrecht.
Sie ist eine menschliche Fähigkeit.
Warum es Menschen braucht, die Selbstvertretung „halten“
Nicht alle können ihre Stimme (sofort) finden.
Manche sind zu verletzt, zu müde oder zu abhängig.
Dann braucht es Menschen, die sagen:
„So wirkt das auf uns.
So fühlt sich das an.
So geht es vielen – auch wenn sie es selbst noch nicht sagen können.“
Das ist strukturelle Selbstvertretung.
Sie ist:
Aber notwendig!
Selbstvertretung heißt:
Nichts über uns – ohne uns.
Und: Wir sprechen selbst.
ICH bleibe dran, VERSPROCHEN!